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Transart 2017
von Christoph Mahlknecht

Transart 2017 (Gregor Khuen Belasi)

Transart 2017 (Gregor Khuen Belasi)     

Seit vielen Jahren unterstützt Niederstätter das Festival Transart, ein sehr umfangreich und vielfältig agierendes Festival zeitgenössischer Kultur in Südtirol mit einem beachtlichen Reichtum an internationalen und nationalen und regionalen Künstler/innen. Seit einigen Jahren steht Maria Niederstätter dem Festival als Präsidentin voran. Dem künstlerischen Leiter Peter Paul Kainrath ist auch heuer wieder ein rauschendes Fest zeitgenössischer Musik und Kultur gelungen, mit einer beachtlichen Anzahl an Besuchern, und einem stetig wachsenden Netzwerk an Partnern auch innerhalb der Kulturszene der Region, wie dem Museion-Museum moderner und zeitgenössischer Kunst Bozen, dem Südtiroler Künstlerbund, der ar/ge kunst Bozen, dem Stadtmuseum Bozen, den Vereinigten Bühnen Bozen, dem MuSe – Wissenschaftsmuseum Trient, den Klangspuren Schwaz – Tiroler Festival für neue Musik, dem TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol uvm.

Maria Niederstätter hat für die Programmbroschüre von Transart ein Interview gegeben, das an dieser Stelle nochmals veröffentlicht werden soll:

Transart: Wie wird der Kran der Zukunft aussehen, was wird er können?

Maria Niederstätter: Der Baukran der Zukunft kommuniziert durch eine Kamera und eine intelligente Steuerung kontinuierlich mit der Baustelle. Er ist in der Lage, auf Abruf zu reagieren, und autonom die passende Geschwindigkeit für die zu bewegende Last zu wählen. Seine Bewegungen werden über Sprechfunk angeordnet, und er ist vom PC aus steuerbar. Er macht keine Leerfahrten, legt das Gewicht an vorgegebener Stelle ab, ist leise und macht keine Geräusche. Weiters besitzt er roboterisierte Greifarme für die Verladung von Gewichten. Mit Sicherheit ist und bleibt auch der Kran der Zukuft der König der Baustelle.

Transart: Statt fördern in Kultur investieren – was ist der Unterschied?

Maria Niederstätter: Für mich ist die Berührung mit Kultur ein wesentliches Element in meinem Leben, das ich als sehr beglückend empfinde, und ich bin überzeugt davon, dass Kultur zur Zufriedenheit der Menschen beiträgt. Diese meine Überzeugung übertrage ich auch auf meine Art, Kultur zu fördern. Es geht mir nicht um einen Austausch von Geld gegen Logo, sondern vielmehr um die gemeinsame Kommunikation, um Vermittlung und gegenseitige Wertschätzung. Und es liegt mir am Herzen, diese Erfahrung auch mit meinen Mitarbeitern und Kunden zu teilen. Diese Haltung setzt natürlich auch die Bereitschaft voraus, sich für die Kultur zu engagieren, über das normale Maß eines Sponsorings hinaus. Es gibt dabei kein Konzept, das wir für alle unsere Kulturpartnerschaften anwenden, sondern jedes Projekt ist einzigartig, und wird in einem gemeinsamen Prozess mit unseren Partnern und Künstlern entwickelt. Dadurch haben wir in den letzten Jahren viele sehr wertvolle Momente der Kultur erleben dürfen. In der Wirtschaft wie in der Kultur steckt hinter allem Erfolg immer auch sehr viel Arbeit und Fleiß, und es ist gut, wenn wir neben dem gemeinsamen Kulturgenuss auch diese Erfahrung miteinander teilen können.

Transart: Welcher Mond scheint seit 2008 auf das Niederstaetter-Gelände in Steg?

 

Maria Niederstätter: Wenn man abends auf der Eisacktaler Staatsstraße an unserem Firmengelände in Steg vorbeifährt, dann sieht man mehrere Vollmonde am Himmel leuchten. Es handelt sich hier um eine permanente Kunstinstallation des Berliner Künstlers Johannes Vogl, mit dem Titel „Five Moons“. Die Arbeit besteht aus 4 Leuchtboxen mit Plexiglasplatten, auf welchen Vollmonde gezeichnet sind. Diese wurden beidseitig auf 2 Kranen montiert, und stellen insgesamt 4 Vollmondscheiben dar. Bei Vollmond gesellt sich der optisch von den Plexi-Monden nicht zu unterscheidende wirkliche Mond noch dazu, und bildet ein poetisches 5er Gestirn. Dieses Werk wurde 2008 im Rahmen des Transart Festivals auf einzelnen Baukranen in Steg montiert, und ich habe es dann als permanente Installation erworben, da ich finde, dass es auf poetische Weise die Baumaschinen mit der Kunst verbindet, ein Ansinnen, das ich seit jeher auch verflolge. Deshalb repräsentiert diese Arbeit auf ganz besondere Weise das Kulturengagement von Niederstätter.

 

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