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Kunst wird am Bürocontainer greifbar
von Christoph Mahlknecht

Bürocontainer machen KUnst greifbar

Kunst wird greifbar     

Eine spannende Kombination – Kunst und Container.

Kunstwerke haben an sich, dass sich oft kein direkter Nutzen daraus erschließen lässt. Deshalb stoßen sich meines Erachtens auch manche Mitmenschen daran. “Das braucht’s doch nicht” oder so ähnlich lauten die Kommentare. In diesem Artikel soll es aber nicht um den Nutzen von Kunst an und für sich gehen. Vielmehr wird an einem Beispiel sichtbar gemacht, dass durch die Kombination von Kunst und Bürocontainern äußerst interessante Objekte entstehen können, welche die Umgebung, in der sie stehen, aufwerten, und die schlussendlich einen sehr konkreten Nutzen erhalten.

Container Werkstatt 2010 – Beginn einer Reise.

Die Geschichte beginnt im Jahr 2010, als aus “normalen” Bürocontainern Kunstcontainer entstanden. In Zusammenarbeit mit Kunst Meran installierte Niederstätter auf dem Thermenplatz in Meran eine Containeranlage nach den Plänen des Vinschger Künstlers Erich Kofler Fuchsberg. Auf den ersten Blick ins Auge fielen die bordeauxrote Außenfarbe und die beiden großen Fensterscheiben im Erdgeschoss, durch welche komplett durch den Container hindurch gesehen werden konnte. Der Innenraum wurde für verschiedene Vorträge genutzt, unter anderem hielt Han Slavik, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Architektur mit Containern und Mitautor des “Container Atlas”, ein Referat. Außerdem wurden verschiedene Film gezeigt. Ein besonders provokativer und sehenswerter Film war “Ausländer raus! Schlingensiefs Container”. Dort wurde einerseits am damals gerade florierenden Format “Big Brother” Kritik geübt, als auch an der Schlingensiefs Meinung nach immer noch stark verbreiteten Fremdenfeindlichkeit in westlichen Kulturen.

Nach der Container Werkstatt wurden die Module in unser Depot gebracht und erfreuten uns dort mit ihrer wunderschönen Farbe.

Bürocontainer Kunst Meran

Spannende Einblicke in Meran.

Container Village – Die Uni Bozen kommt auf den Bürocontainer

Nach einem kurzen Ausflug auf die Messe Bozen 2011 wurde das Leben für die Bürocontainer im Jahr 2013 wieder aufregender: Claudio Larcher und Gianpietro Gai, zwei Dozenten an der Uni Bozen, kontaktierten uns für ein besonderes Projekt: Sie wollten mit jungen Studenten an und im Container arbeiten, und zwar konkret unter den Themenschwerpunkten “Living”, “Working” und “Fun”. Die Studentengruppe setzte sich mit Containern als mobile Raumzelle auseinander. Für deren Innenausstattung sollen kreative und innovative Ideen erarbeitet werden. Die Studierenden untersuchten die Funktion und Bedeutung von Containern als bewohnbare Räume in einer modernen globalisierten Gesellschaft und kamen dabei zu einigen sehr interessanten Ergebnissen. Die Kunstcontainer von Erich Kofler Fuchsberg wurden leicht adaptiert und mit einer Terrasse versehen. Optisch für besonderes Aufsehen erregte das 15 m hohe Holzpferd, das die Studenten gemeinsam mit dem Künstler Duilio Forte erbauten.

Kunst-Bürocontainer in der Universität Bozen

Im Innenhof der Uni Bozen entstand ein interessantes Konstrukt aus Bürocontainern und einem hölzernen Pferd

Salon Bruneck – Container beleben Brunecks Nächte

Einen wesentlich mondäneren Auftritt erlebten die Kunstcontainer im Sommer 2014 in Bruneck. Unter der Schirmherrschaft des Stadtmarketing Bruneck entstand dort ein Konzertgelände, welches so erfolgreich war, dass für das laufende Jahr sogar schon die Fortsetzung geplant wird. Unter dem Namen Salon/e Bruneck/Brunico fanden den ganzen Sommer über jedes Wochenende Konzerte und andere Veranstaltungen statt, um das Nachtleben in Bruneck zu beleben. Jeden Freitag uns Samstag waren mehrere hundert Menschen vor Ort, um zu feiern und sich zu unterhalten. Eine tolle Inititative, für welche wir unsere Bürocontainer gerne zur Verfügung stellten.

Kunstcontainer beim Salon Bruneck 2014

Der menschengefüllte Rathausplatz, eingerahmt von unseren Containern.

konkret 1 – Schischule Kolfuschg

Genau über das Konzertgelände in Bruneck hatten sich schließlich Werner Costa und seine Kollegen von der Schischule Kolfuschg in die Kunstcontainer verguckt. Nach dem Neubau der Umlaufbahn benötigten sie ein neues Büro direkt auf der Piste. Dass es Container werden sollten, war für sie schnell klar gewesen. Aber nicht normale Bürocontainer, nein genau die Kunstcontainer wollten sie haben. Gesagt, getan. Die Container wurden nochmals adaptiert, an die Bedürfnisse des Kunden angepasst, und ins Gadertal verfrachtet. Die Schischule Kolfuschg hat’s gefreut. Durch das ansprechende Äußere und die günstige Position kamen sehr viele ins neue Büro und buchten Kurse!

Kunst-Bürocontainer Schischule Kolfuschg

Auch auf der Piste machen die Bürocontainer eine gute Figur!

konkret 2 – Bar Uina in Mals

Das vorläufige letzte Kapitel der Geschichte war, als Mathias von der Bar Uina in Mals zu uns kam, um eine Erweiterung für den Essraum seiner Bar zu erwerben. Bei einer Runde auf unserem Lagerplatz in Steg dauerte die Entscheidung nicht lange: Der Kunstcontainer sollte es sein! Und so begann die vorerst letzte Station der Reise. Der letzte verbliebene Container wurde an den Wunsch des Kunden angepasst, Fenster und Türen wurden versetzt, und schließlich war es soweit. Ein wenig traurig waren wir schon, als der letzte Kunstcontainer unser Gelände verließ.

Ein Ende und ein Beginn

Und so war es geschehen. Das Kunstwerk hatte sich in seine Bestandteile aufgelöst und war in alle Windrichtungen “verflogen”. Mag die eine oder der andere denken, ein Dasein als Bar oder einfaches Büro sei doch nicht eines Kunstcontainers würdig. Doch was ist eines Kunstwerks würdig? Jahrelang in einer Kiste in einem staubigen Keller dahin zu vegetieren? Wenn ich zwischen dem Vermodern im Depot und dem Dasein als Bar-Container wählen müsste, die Entscheidung wäre klar bei letzterem. Und außerdem: Gerade dafür steht der Container doch bildhaft: eine fortlaufende Reise, neue Orte, neue Einsatzzwecke, begriffen im stetigen Wandel!

 

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